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Modernisierung der Inspizienten- und Rufanlage im Theater Lüneburg, Installation einer neuen Intercomanlage

Modernisierung der Inspizienten- und Rufanlage im Theater Lüneburg, Installation einer neuen Intercomanlage

Das Objekt
Das Theater Lüneburg zählt in Hinblick auf Mitarbeiter und Etat zu den kleinsten Dreispartenhäusern Deutschlands. Auf seinen drei Spielstätten – das Große Haus mit 542 Plätzen, das T.NT Studio mit 99 Plätzen und die Junge Bühne T.3 mit 140 Plätzen – präsentiert es mit etwa 30 Neuproduktionen rund 400 Vorstellungen bzw. Veranstaltungen pro Spielzeit. Seit 2010 steht es unter der Künstlerischen Leitung von Intendant Hajo Fouquet. Gemeinsam mit Verwaltungsdirektor Volker Degen-Feldmann ist er zudem Geschäftsführer der Theater Lüneburg GmbH. Zentrales Anliegen der Künstlerischen Leitung ist es, vielfältiges Theater vor allem für die Bürger der Stadt und der umliegenden Region zu machen. Dabei will es sich nicht – wie bei Häusern dieser Größe die Regel – auf einzelne Sparten beschränken, sondern die gesamte Bandbreite aus Sprechtheater, Oper, Operette, Musical, Revue, Tanz, Konzert und begleitenden oder unabhängigen Sonderveranstaltungen zeigen. Jeweils mit eigenen Ensembles für Musiktheater, Schauspiel und Ballett werden Klassiker ebenso wie Uraufführungen und Theaterstücke aus jüngster Zeit gezeigt. Das Hausorchester, die Lüneburger Symphoniker, präsentieren zudem eine eigene Meisterkonzertreihe (z.T. mit Gastspielen in der Region), Kammerkonzerte (in der benachbarten Musikschule) sowie Sonderkonzerte.

Die Aufgabe

ASC hat auf Basis der Fachplanung von Ralf Giese, Geschäftsführer der AMT Ingenieursgesellschaft in Isernhagen, im Theater Lüneburg die Kabelinfrastruktur erweitert, ein neues Inspizientenpult installiert, die Rufanlage modernisiert und eine neue Intercomanlage eingebaut. Der Auftrag war zuvor öffentlich ausgeschrieben. ASC konnte die Vergabe durch eine intelligente Systemlösung und ein gutes Angebot für sich entscheiden. Projektleiter im Theater Lüneburg war Beleuchtungsmeister Walter Hampel, der die Interessen der Inspizienten für ein einfach und intuitiv zu bedienendes Inspizientenpult mit ausbaubarer Technik vertreten hat, um auch den wachsenden Anforderungen im modernen Spielbetrieb gerecht zu werden. Gleichzeitig mussten alte Komponenten im technischen Equipment ausgetauscht und durch zeitgemäße Produkte ersetzt werden.

Die Lösung
In der ersten zweimonatigen Ausbaustufe wurde die Kabelinfrastruktur modernisiert und erweitert. Hinzu kam eine neue Durchrufanlage mit AV Digital Variodyn D1 DOM-24 Zentraleinheit, Apart Lautsprechern und Bittner 4DXV250 Verstärkern und eine neue RTS Intercomanlage mit ZEUS III Matrix, fünf DKP-12/DKP-8 Desktopsprechstellen, zwei 19“ RTS Sprechstellen KP-12 mit einer Tastenerweiterung EKP-20LK und einem RTS GPIO-16 Extender. Gemeinsam mit der Firma HFE hat ASC im Folgemonat ein Inspizientenpult mit dem SPS-basierten Mediensteuerungssystem ADUNAS konzipiert. ADUNAS ist eine innovative Alternative zu klassischen Mediensteuerungs- und digitalen Informationssystemen und hat für den Kunden den Vorteil, herstellerübergreifend für vereinfachte Anwendungsmöglichkeiten in der besonderen Infrastruktur des Inspizientenpultes zu sorgen. ASC hat das Bedien-Interface individuell nach Kundenwunsch gestaltet und SPS gesteuerte Tastenfelder integriert. SPS ist eine autonom arbeitende, speicherprogrammierbare zentrale Steuereinheit des Unternehmens Beckhoff Automation, das Industriesteuerungen für den weltweiten Einsatz herstellt bzw. solide Standardkomponenten produziert, wie sie traditionell im Theater für die Raum- und Maschinensteuerung eingesetzt werden.

Das neue Pult verfügt über modulare, platzsparende, vorkonfigurierbare Anlagenteile. Sowohl die Software als auch die Hardware sind auf die Zukunft ausgerichtet flexibel erweiterbar. Neben dem kurzen Zeitfenster (Januar bis März) war die besondere Herausforderung für ASC in diesem Projekt die reibungslose Integration der neuen Technik in die Bestandstechnik während der laufenden Spielzeit. Das heißt insbesondere die Anpassung der bislang gewohnten Bedienphilosophie für den nahtlosen Übergang auf die neue, moderne Technik im laufenden Spielbetrieb und die entsprechend gut gestaltete und professionelle Schulung der Inspizienten.

In einem zweiten Abschnitt wurde die Videotechnik erneuert und erweitert. Dazu wurden eine Kamera für die Saaltotale, eine PTZ-Kamera und eine mobile Kamera in das System integriert. Die Steuerung geschieht über ergänzende Tastenfelder im Inspizientenpult. Weiterhin ist eine Lichtzeichenanlage installiert worden. Neben fest positionierten Lichtzeichen stehen eine Reihe mobiler Anzeigen zur Verfügung, die über Tasten bedient werden. Abschließend wurde eine Durchsageanlage für den Saal ergänzt und die Mithöranlage durch neue Mikrofone und Signalbearbeitung aufgewertet.

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    Gemeinsam mit der Firma HFE hat ASC ein Inspizientenpult mit dem SPS-basierten Mediensteuerungssystem ADUNAS konzipiert. Der Inspizient kann die Szenensteuerung während seiner Probe vorbereiten und als Preset während der Szene abrufen.

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    Der Inspizient muss über ein optimales Arbeitsinstrument verfügen und für seine Kommunikation auch visuell durch moderne Kameratechnik in der Lage sein, die einzelnen Bereiche zu dirigieren.

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